Präqualifizierung

Bundesweite Präqualifizierung im VOL-Bereich

Das zum 24. April 2009 in Kraft getretene GWB regelt in § 97 Abs. 4a nunmehr, dass Präqualifizierungsverfahren zugelassen und anerkannt werden. Damit erhalten die fünf regionalen Angebote der Auftragsberatungsstellen und der Industrie- und Handelkammern eine bundesweit geltende Rechtsgrundlage. Die Grundlage wird verbreitert durch eine entsprechende Regelung in der VOL/A.

Als Konsequenz daraus wird momentan eine bundesweite Datenbank (www.pq-vol.de) geschaffen, die die bisher bestehenden, länderintern geltenden Systeme bündelt. Vorteil für die Unternehmen ist die Möglichkeit, bundesweit von öffentlichen Auftraggebern über verschiedene Suchfunktionen auffindbar zu sein. Vorteil für die Vergabestellen ist, dass sie eine Datenbank haben, über die sie ihre Bieter- und Bewerberkreise sinnvoll erweitern können. Die Einführung des Systems ist für den 01.09.2009 geplant.

Die Auftragsberatungsstellen in Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen bieten bereits jetzt ein Präqualifizierungsverfahren für Unternehmen an. Diese erhalten nach Überprüfung der vorgelegten unternehmensbezogenen Dokumente ein Zertifikat, mit dem sie ihre Eignung bei Angeboten an die öffentliche Hand nachweisen können. Sowohl den Unternehmen als auch den öffentlichen Auftraggebern wird damit das Risiko genommen, dass Angebote wegen fehlender oder veralteter Dokumente vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden müssen.

Bis zum 01.09.2009 werden weitere Bundesländer entsprechende Präqualifizierungsverfahren einrichten, so dass zum Start der bundesweiten Datenbank ein flächendeckendes Angebot für Unternehmen vorhanden ist, die für Aufträge im Liefer- und Dienstleistungsbereich geeignet sind.

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